Expedition LUNA

In Anlehnung an das große Genre „Steampunk“ entstand dieser illustrativen Bildband, als Abschlußarbeit im Fachbereich Illustration. So ist die Dampfkraft ein immer noch starker Faktor, wie zur Zeit der Industriellen Revolution, und die damit einhergehende Auffassung von Technik und Mechanik bestimmen das allgemeine Weltbild in dieser Geschichte. Die Pionierzeit mit ihren Luftschiffen im 19. Jahrhundert, sowie der damalige Wunsch der Wissenschaft Raumfahrt zu betreiben, finden sich als wichtiges Element wieder, weil eine Mondreise die Rahmenhandlung für die Erzählung bietet.
Diese Fiktion bietet einen ziemlichen Reiz, wenn man fortführt, inwiefern Menschen dann leben könnten und wie sich dort die fast schon archaische, schwerfällige Technik mit dem Alltag verbindet.

Als Vorgabe diente ein Skript der Künstlerin Henny Walden für einen Stummfilm aus dem Jahre 1928.  Sie gehörte in den 20er Jahren zum Dunstkreis von Fritz Lang,  der allen Anschein nach eben jene Handlung in veränderter Form als seinen letzten Stummfilm  „Frau im Mond“ von 1929 umsetzte. Das Drehbuch hierzu schrieb jedoch Langs damalige Frau Thea von Harbou.
Die groben Notizen von Henny Walden zur Handlung der Geschichte beschreiben wie ein Wissenschaftler sich mit seiner Frau in einem selbstgebauten Raumschiff zum Mond aufmacht, weil er glaubt dort Silber zu finden.
Die Seiten wurden klassisch mit dem Bleistift gezeichnet und nachträglich nur leicht digital bearbeitet. Der Grund war das Hauptanliegen bei den Bildern, daß die Zeichnungen selber Schwerpunkt sind, auch wenn sie zuletzt noch bearbeitet wurden. Dementsprechend wurde ohne große Verwendung von Typographie gearbeitet, wie dies z.B. in anderen Comics oder Graphic Novels der Fall ist. Umso mehr bot sich das Skript von Henny Walden an, welches mit wenig Text auskommt.  Lediglich über die Bilder wird fast nur erzählt, genau wie in einem Stummfilm. Das grobe und knappe Skript bot zudem einen großen Freiraum wie das Geschehen schließlich illustriert werden kann. Die Thematik der Mondreise ließ sich zudem wunderbar in das Genre des Steampunk adaptieren.

Die Geschichte selber spielt in einer eigenen Welt, welches während der Vorarbeit zum Buch nach und nach stärkere Formen annahm. Das Universum der Geschichte „Expedition LUNA“ ist hierbei losgelöst von unseren gegenwärtigen Vorstellung von Planeten und Weltraum. Die dortigen Welten sind sogenannte Fragmentwelten, gleichzusetzen mit gigantischen, schwebenden Inseln. Der Mond befindet sich dabei noch in der atmosphärischen Umgebung dieser Welten und bleibt damit auch erreichbar mit konventionellen Flugschiffen.
Das Buch erzählt auf eigene Weise die Reise des Wissenschaftlers zum Mond und seiner Silbersuche. Ergänzt wurden dabei die vorhandenen Figuren lediglich durch zwei eigene Charakter, die als Piloten den jungen Mann begleiten. An dem originalen Skript selber wurden keinerlei Veränderungen vorgenommen, es diente im Original als Vorlage für die gesamte Arbeit.

Die im Zuge von "Expedition LUNA" gesammelten Ideen und Ansätze für das gesamte Universum, welche nur in Bruchstücken im Buch eingebaut werden konnten, werden hier auf dem Blog zusammengetragen. Damit auch nachträglich der Umfang der gesamten Arbeit präsentiert werden kann.