Ætherverse

Die Zeit des Zerfall brach an, ohne daß die Menschen es merkten. Einst feste Kontinente zerbarsten und begannen sich wie Himmelskörper über einen entrückten Boden zu bewegen, dessen Tiefe man nur erahnen konnte. Wie die Landmassen wurden die Menschen gespalten, doch das Wissen was ihnen geblieben war, verhalf in ein neues Zeitalter und Völker wurden gewaltsam durch die Kontinente neu begründet. Manche gerieten in Vergessenheit... oder blieben in der Tiefe.

Immer noch suchen die Chronisten nach Gründen des Zerfalls, aber sie mögen so tief liegen wie der Grund der jetzigen Welt und die Jahrhunderte fraßen eifrig an den Erinnerungen der früheren Zeit. Nur die Erinnerungen und die geringen Überreste einer alten Zivilisation waren geblieben, doch keine Antwort auf den Ursprung der zerbrochenen Welt.
Die Menschen lernten wie so oft zuvor, mit den neuen Umständen zu leben und nach beinahe 400 Jahren haben sie es geschafft, sich dank ihrer Wissenschaften auf ein Neues in die Welt zu verteilen. Der alte Glanz der Vergangenheit wurde nicht wieder erreicht, vieles war durch den Zerfall unweigerlich verloren.  Oder es schwebt noch auf entfernten Fragmentwelten, außer Reichtweite von Überlieferungen und dem gebliebenen Wissen.

Dampf, Stahl und Æther wurden zur neuen Triebfeder der Menschen, robuste Fragmente aus der Vergangenheit, die sich erneut begannen zu bewähren. Sie verhalfen den Menschen bald sich, wie viele Jahrhunderte zuvor, in die Lüfte zu erheben und brachen die Bande der schwebenden Kontinente. Ohne es zu wissen, begannen die Menschen mit alten Gewohnheiten aufzuwarten, die laut den Befürchtungen manches Chronisten scheinbar so entscheidend zum Bruch der Welt führten: Expansion, Fortschritt und Macht.
Städten blühen inzwischen wieder, Kontinentalregierungen haben sich gefestigt und selbst neu begildete Nationen haben sich in den letzten beiden Jahrhunderten etabliert. Und nicht immer friedlich, denn wie in der verlorenen Vergangenheit der Menschen gibt es auch in der neuen Historie Konflikte auf vielen Ebenen. Doch das jetzige vierte Jahrhundert nach dem Zerfall steht unter dem Stern fremder Fragmentwelten, die viele so gerne wiedersehen wollen.

Es stellt sich nur die Frage, wer am meisten für sich beantspruchen darf, was es alles zu finden gibt und wer es überhaupt am Ende behalten kann.